Gestern abend war der Rektor des KIT im besetzten Benz-Hörsaal. Mit einem Solidaritätsbekenntnis war nicht zu rechnen. Es kam auch nicht dazu. Das relativ ernüchternde Ergebnis seines 10 minütigen Besuchs: er durchsieht die schriftlich dargelegten Forderungen der Streikenden, die innerhalb der letzten 2 Wochen ausgearbeite wurden, immerhin 9 Seiten Material. Er vertritt heute auf der Landeskonferenz der Rektoren allerdings nur, was er selbst unterschreiben würde, ergo nur einen Bruchteil der Forderungen.
2 Wochen Arbeit umsonst?
Man weiß es nicht.
Das war Punkt 1. Punkt 2 war; der Hörsaal müsse am Montag morgen zumindest für die regulären Veranstaltungen geräumt werden. Das heißt die Streikenden bekämen einen Raum zur Diskussion bereitgestellt, aber die offizielle Besetzung solle beendet werden. Kann er das verlangen? Wo doch die Forderungen anscheinend nicht in ihrer Dringlichkeit anerkannt wurden, bzw. nicht einmal den Weg in die höheren Instanzen finden? Sollte man da sein Druckmittel aufgeben, wo doch scheinbar noch keine Veränderung geplant oder stattgefunden hat?...
Allerdings; sollte man weiter besetzen, wenn mit allergrößter Sicherheit auch bei einer längerfristigen Besetzung die Zeichen zwar gesehen aber nicht erhört werden?
... Eigentlich ist das Unterfangen über eine bloße Zeichensetzung nicht hinausgekommen... oder immerhin...
Als weiteres Positives darf man eingestehen, dass sich zumindest die vormals inhomogene Masse der Streikenden nun konsolidiert hat. Vielleicht bleiben die Arbeitskreis als Diskussionforen erhalten. Von den angesprochenen Problemen sind einige auch "zeitlos" und immerwährend klärungsbedüftig.
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Freitag, 27. November 2009
Montag, 23. November 2009
Waschsalon - EUKLID Treff im Z10
Am kommenden Sonntag findet die Premiere des "Waschsalons" statt. Studierende des Faches "EUKLID" sind eingeladen ab 18 Uhr im Z10 dem Tagesgeschäft des Diskutierens nachzugehen oder einfach ihr Feierbedüfnis auszuleben.
Es gibt: Musik, Bewirtung, Diskussionen, Wein, Karaoke, Kuchen und nette Leute mit denen man in den Seminaren meistens nicht bis zu Ende diskutieren kann, weil die Zeit nicht reicht. Diesmal gibt es kein Ende, oder das Ende ist erreicht, wenn keiner mehr richtig reden kann.
Es sind bestimmt auch die ein oder anderen Dozenten dort.
Für Fragen darf man sich gerne an die Emailadresse: "euklids.waschsalon@googlemail.com" wenden.
Ansonsten gilt 29.11. ab 18 Uhr im Z10. Man sieht sich!
Es gibt: Musik, Bewirtung, Diskussionen, Wein, Karaoke, Kuchen und nette Leute mit denen man in den Seminaren meistens nicht bis zu Ende diskutieren kann, weil die Zeit nicht reicht. Diesmal gibt es kein Ende, oder das Ende ist erreicht, wenn keiner mehr richtig reden kann.
Es sind bestimmt auch die ein oder anderen Dozenten dort.
Für Fragen darf man sich gerne an die Emailadresse: "euklids.waschsalon@googlemail.com" wenden.
Ansonsten gilt 29.11. ab 18 Uhr im Z10. Man sieht sich!
The Prodigy !!!
Feierten am letzten Samstag in der Europahalle Karlsruhe ein Hammerkonzert.
Was soll man da noch sagen! Schade dass im Video keine Musik zu hören ist. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Musik das Blitzlichgewitter nur noch schickiger machten... Wer einmal live "Outta Space" hören durfte, weiß wovon ich spreche. Kann mir nicht vorstellen, dass sich in der Halle jemand nicht zum tanzen mitreißen lies. Sogar auf den Tribünen gings da rund...
Geiles Konzert und jeden Cent wert.
Noch eine Ankündigung:
Am kommenden Donnerstag den 26.11. spricht der Bestsellerautor Richard David Precht im Audimax am KIT Karlsruhe über die "Einheit des Wissens".
Ab 18 Uhr gehts, im Rahmen des 20. Geburtstages des Zentrums für angewandte Kulturwissenschaft, um Mensch, Technik und Gesellschaft.
Für nähere Informationen rund um den Festakt siehe: Link
Was soll man da noch sagen! Schade dass im Video keine Musik zu hören ist. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Musik das Blitzlichgewitter nur noch schickiger machten... Wer einmal live "Outta Space" hören durfte, weiß wovon ich spreche. Kann mir nicht vorstellen, dass sich in der Halle jemand nicht zum tanzen mitreißen lies. Sogar auf den Tribünen gings da rund...
Geiles Konzert und jeden Cent wert.
Noch eine Ankündigung:
Am kommenden Donnerstag den 26.11. spricht der Bestsellerautor Richard David Precht im Audimax am KIT Karlsruhe über die "Einheit des Wissens".
Ab 18 Uhr gehts, im Rahmen des 20. Geburtstages des Zentrums für angewandte Kulturwissenschaft, um Mensch, Technik und Gesellschaft.
Für nähere Informationen rund um den Festakt siehe: Link
Samstag, 21. November 2009
Live Bericht aus dem besetzten Benz-Hörsaal in Karlsruhe
Auf Grund der Umstellungen der Studienordnungen im Zuge der Bologna-Reformen ist seit dem letzten Mittwoch am KIT (Karlsruher Institut für Technology) der Carl-Benz-Hörsaal besetzt. Aktuell tagt hier der Arbeitskreis "Geistes-Sozialwissenschaften", der versucht die Folgen der Reform für die sowieso als Randerscheinungen bekannten Studienfächer abzuwägen und Vorschläge für eine Reorganisation der Fakultät selbst und für die Neuverortung innerhalb des KIT zu erarbeiten.
Es sind einige hervorragende Ideen in den letzten 2 Stunden entstanden. Darunter wurde klar gemacht, dass vom KIT, deren Rektor die Wichtigkeit der Fakultät unterstrich, auch verlangt werden muss diese Haltung deutlicher zu zeigen. Wenn das KIT auf die Geistes-Sozialwissenschaften nicht verzichten will, muss es die Möglichkeiten schaffen, dass sie das Angebot und die Bedingungen des Studiums durch klare Zeichen versucht zu fördern. Eine Möglichkeit wäre, das mangelhafte Lehr- und Raumangebot für die Germanistik zu verbessern. Für fast alle Studienfächer der Fakultät sollte die Regelstundienzeit formal auf 7 Semester erhöht werden. Im Moment sind es 6 Semester, die fast niemand einhält und bei Überschreitung dieser Grenze den Anspruch auf BarföG verliert. Zumal damit verhindert werden soll, dass man in die Verlegenheit kommt zu erklären, warum man die Regelstudienzeit nicht eingehalten hat. Dass das fast allen so ging, dürfte für einen potentiellen Arbeitgeber kaum Relevanz haben.
Im Augenblick finden drei weitere Arbeitskreise statt.
Die nächste Sitzung des Arbeitskreise "Geistes-Sozialwissenschaften am KIT" findet am kommenden Dienstag den 24.11. um 17 Uhr statt. Wer hier am Gespräch teilnehmen möchte ist eingeladen. Auf der Seite Kit-Brennt gibt es weitere Informationen zu Sitzungen und Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreikes die hier am KIT stattfinden.
Ein Kommilitone hält auf seinem Blog Interessierte auch auf dem Laufenden: Link
Wer sich über Dimension, Ursprung und Programm des aktuellen Bildungsstreiks informieren will, dem rate ich einfach mal vorbeizuschauen. Die Hörsaalbesetzung ist angesetzt bis mindestens zum 1.12. Sofern nicht zuvor eine Räumung oder konstruktive offizöse Stellungnahme die Vorgänge frühzeitig beenden.
Für weitere Informationen: Bundesweiter Bildungstreik
Anbei muss ich mich allerdings hier nochmal deutlich von einem Großteil der Streikenden distanzieren. Allzuviele Beiträge haben das Niveau von einseitigem Populismus. Wer in diesem Zusammenhang die Kampfbegriffe irgendwelcher zurückgebliebener Linksradikaler adaptiert hat das Thema verfehlt (so der Redner am Dienstag auf der Demonstration). Viele nutzen die Verhältnisse für ihre universalen Antibewegungen. Teilweise taucht auch das infantile Jargon der 68er Generation auf. Das entbindet mich jetzt von der Pflicht mich damit auseinander zu setzten. Das ist epigonal und stupide und verschleiert die eigentlichen Probleme.
Es sind einige hervorragende Ideen in den letzten 2 Stunden entstanden. Darunter wurde klar gemacht, dass vom KIT, deren Rektor die Wichtigkeit der Fakultät unterstrich, auch verlangt werden muss diese Haltung deutlicher zu zeigen. Wenn das KIT auf die Geistes-Sozialwissenschaften nicht verzichten will, muss es die Möglichkeiten schaffen, dass sie das Angebot und die Bedingungen des Studiums durch klare Zeichen versucht zu fördern. Eine Möglichkeit wäre, das mangelhafte Lehr- und Raumangebot für die Germanistik zu verbessern. Für fast alle Studienfächer der Fakultät sollte die Regelstundienzeit formal auf 7 Semester erhöht werden. Im Moment sind es 6 Semester, die fast niemand einhält und bei Überschreitung dieser Grenze den Anspruch auf BarföG verliert. Zumal damit verhindert werden soll, dass man in die Verlegenheit kommt zu erklären, warum man die Regelstudienzeit nicht eingehalten hat. Dass das fast allen so ging, dürfte für einen potentiellen Arbeitgeber kaum Relevanz haben.
Im Augenblick finden drei weitere Arbeitskreise statt.
Die nächste Sitzung des Arbeitskreise "Geistes-Sozialwissenschaften am KIT" findet am kommenden Dienstag den 24.11. um 17 Uhr statt. Wer hier am Gespräch teilnehmen möchte ist eingeladen. Auf der Seite Kit-Brennt gibt es weitere Informationen zu Sitzungen und Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreikes die hier am KIT stattfinden.
Ein Kommilitone hält auf seinem Blog Interessierte auch auf dem Laufenden: Link
Wer sich über Dimension, Ursprung und Programm des aktuellen Bildungsstreiks informieren will, dem rate ich einfach mal vorbeizuschauen. Die Hörsaalbesetzung ist angesetzt bis mindestens zum 1.12. Sofern nicht zuvor eine Räumung oder konstruktive offizöse Stellungnahme die Vorgänge frühzeitig beenden.
Für weitere Informationen: Bundesweiter Bildungstreik
Anbei muss ich mich allerdings hier nochmal deutlich von einem Großteil der Streikenden distanzieren. Allzuviele Beiträge haben das Niveau von einseitigem Populismus. Wer in diesem Zusammenhang die Kampfbegriffe irgendwelcher zurückgebliebener Linksradikaler adaptiert hat das Thema verfehlt (so der Redner am Dienstag auf der Demonstration). Viele nutzen die Verhältnisse für ihre universalen Antibewegungen. Teilweise taucht auch das infantile Jargon der 68er Generation auf. Das entbindet mich jetzt von der Pflicht mich damit auseinander zu setzten. Das ist epigonal und stupide und verschleiert die eigentlichen Probleme.
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